Act against Aids

Ruedi Lüthy

Unermüd­licher Kämpfer gegen Aids

Hinter der Ruedi Lüthy Foun­dation steht vor allem eine Person: Prof. Ruedi Lüthy, Grün­der der Stif­­tung und der New­­lands Clinic in Harare/Sim­babwe. Der Schwei­­zer Spezia­­list für HIV/Aids setzt sich bis heute aktiv für unsere rund 6 000 Patien­t­in­nen und -Patien­ten ein und bil­det Fach­leute aus.

«In den letzten zehn Jahren hat praktisch jede Familie in Sim­babwe Ange­hörige wegen Aids verloren. Diese Krank­heit ist so präsent, wie wir uns das in der Schweiz nicht vor­stellen können.»

Prof. Ruedi Lüthy, Gründer der Stiftung und der Newlands Clinic

Fragt man Ruedi Lüthy, warum er sich nach seinem reich erfüllten Berufsleben als Arzt, Professor und Klinikleiter nicht zur Ruhe setzen wollte, scheint er die Frage zuerst  gar nicht recht zu verstehen: Zu selbstverständlich ist es für ihn, zu handeln, wenn Not herrscht und er über das lebensrettende Wissen verfügt.

Aids-Experte der ersten Stunde

Ruedi Lüthy befasst sich als Spezialist für Infektionskrankheiten seit den 1980er-Jahren mit der Krankheit Aids. Als Leiter der Abteilung Infektionskrankheiten am Universitätsspital Zürich konnte er in den ersten Jahren nicht mehr tun, als die Menschen beim Sterben zu begleiten. Ende der 1980er-Jahre gründete er zusammen mit anderen Spezialisten das Sterbehospiz Zürcher Lighthouse, das er mehrere Jahre leitete. Nachdem Mitte der 1990er-Jahre dann endlich wirkungsvolle Medikamente gefunden worden waren, behandelte Ruedi Lüthy Hunderte von HIV- und Aids-Patienten und klärte die Öffentlichkeit mit einfachen Worten über die tabuisierte Krankheit auf.

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Helfen, wo die Not am grössten ist

Seit dem Jahr 2003 setzt er sein Wissen und Können in Simbabwe im südlichen Afrika ein. Die Pandemie hat in dieser Region unermessliches Leid angerichtet. Zwei Drittel der weltweit 1,2 Millionen HIV-bedingten Todesfälle pro Jahr betreffen Afrika südlich der Sahara. Alleine in Simbabwe gibt es rund 1,5 Mio. HIV-positive Menschen, und jedes Jahr sterben rund 30 000 an den Folgen der Krankheit. Doch es fehlt an allem: der nötigen Infrastruktur, ausgebildeten Fachleuten und finanziellen Mitteln.

Ruedi Lüthy sammelte Spenden, brachte die nötige Ausrüstung ins Land und gründete schliesslich in der Hauptstadt Harare eine ambulante HIV-Klinik. Als Gründer und langjähriger Direktor der Klinik sorgt er dort bis heute persönlich dafür, dass die Patientinnen und Patienten in der Newlands Clinic gut aufgehoben sind, und gibt sein langjähriges Wissen an einheimische Fachleute weiter. Die Klinikleitung haben mittlerweile Matthias Widmaier, Administrativer Direktor, und Stefan Zimmerli, Medizinischer Direktor, inne. 

 

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1/6: Prof. Ruedi Lüthy im Gespräch mit Patien­tinnen, die in ärmsten Verhältnissen in einem Vorort von Harare leben. (Foto: Katja Snozzi)

2/6: Als Gründer und langjähriger Direktor der Newlands Clinic bildete Prof. Ruedi Lüthy das Team regelmässig in der Diagnose und Therapie von HIV weiter. (Foto: Pia Zanetti)

3/6: Prof. Ruedi Lüthy in seinem Element: Im Aus­bildungs­zentrum bildet er nach wie vor regel­mässig ein­heimi­sche Fach­leute aus anderen Kliniken im ganzen Land aus. (Foto: Patrick Rohr)

4/6: Ruedi Lüthy wurde für sein Enga­gement mit diversen Preisen aus­gezeich­net, u.a. mit dem SwissAward in der Kate­gorie Gesell­schaft 2004. (Foto: © SRF)

5/6: Seit Ende 2014 hat Matthias Wid­maier (rechts) die Administra­tive Leitung der Klinik inne.

6/6: Stefan Zimmerli, Oberarzt an der Universitätsklinik für Infektiologie des Inselspitals, übernahm im Oktober 2017 von Ruedi Lüthy die medizinische Leitung.