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Act against Aids

Jahresbericht: Mit Flexibilität und Umsicht erfolgreich in der Coronakrise

Das Finanzjahr 2020 schliesst dank der Unterstützung unserer treuen Gönnerinnen und Gönner und umsichtiger Planung mit einem Gewinn von CHF 0.9 Mio. ab. Rund 90 % der Gesamtausgaben sind direkt in die Hilfsprojekte geflossen, womit die Mittel noch effizienter eingesetzt werden konnten als im Vorjahr.

Nach einem ausserordentlichen Jahr 2019 mit hohen Einnahmen aus Nachlässen (Gesamtertrag CHF 21 Mio.), fiel der Ertrag mit CHF 7.1 Mio. trotz Covid-19-Pandemie auch 2020 erfreulich aus. Auf die ordentlichen Spenden entfielen CHF 2.3 Mio. (2019: CHF 2.4 Mio.). Dieses gute Ergebnis war nur dank der grossen Loyalität unserer Spenderinnen und Spender möglich, auf die wir auch in diesem schwierigen Jahr zählen durften. Die zweckgebundenen Spenden liegen mit rund CHF 840'000 über Vorjahresniveau (+16 %); die Sachspenden sind auf rund CHF 1.6 Mio. zurückgegangen (–17 %).

Die Direktion für Entwicklung und Zusammenarbeit (DEZA) unterstützte die Newlands Clinic 2020 mit CHF 2.1 Mio. Der Betrag setzt sich zusammen aus CHF 1.8 Mio. aus dem Fördervertrag, CHF 72'000 für das zusätzliche Nahrungsmittelhilfe-Projekt und der Schlusszahlung von CHF 240'000 für die Periode 2016 – 2019. Die DEZA fördert die Stiftung 2020 – 2023 mit CHF 6.98 Mio. Die Unterstützung für die Nahrungsmittelhilfe (2018 – 2021) beträgt CHF 240'000.

Effizienter Einsatz der Mittel
Die Gesamtausgaben liegen mit CHF 6.5 Mio. unter dem Vorjahr (–8 %). Davon sind CHF 5.8 Mio. oder 90 % direkt in die Projekte geflossen (2019: 88 %). CHF 5 Mio. wurden für die Klinik (–6 %), CHF 522'000 für das Ausbildungszentrum (–8 %) und CHF 326'000 für das Zentrum für Frauengesundheit (–6 %) aufgewendet. Hauptgrund für die tieferen Projektkosten ist die Covid-19-Pandemie mit u. a. weniger Kursaktivitäten sowie volatilen Beschaffungspreisen bei einer günstigen Dollarkursentwicklung.

Allgemeiner Aufwand leicht gesunken
Der Aufwand für Verwaltung sowie Mittelbeschaffung und Kommunikation konnte auf CHF 674'000 gesenkt werden (–22 %) und beläuft sich auf 10 % der Gesamtausgaben (2019: 12 %). Die Verwaltungskosten betragen rund CHF 455'000 (–10 %), jene für die Mittelbeschaffung und Kommunikation sanken dank Einsparungen im Fundraising auf rund CHF
219'000 (–39 %).

Bilanz und Jahresergebnis
Durch den Ertragsüberschuss erhöht sich das Umlaufvermögen auf CHF 24.6 Mio. (+1 %), wobei CHF 15.2 Mio. auf Wertschriften entfallen. Das Organisationskapital beträgt CHF 24.3 Mio. und das gebundene Kapital CHF 18 Mio. Die lebenslang notwendige HIV-Behandlung der Patientinnen und Patienten kann damit über längere Zeit sichergestellt werden. Die Medikamentenvorräte sind stabil geblieben. Die Betriebsrechnung schliesst mit einem Ertragsüberschuss von rund CHF 650'000. Die positive Entwicklung des Finanzergebnisses führt zu einem Gewinn vor Kapitalveränderungen von rund CHF 1.1 Mio. Nach der Kapitalzuweisung von CHF 300'000 zur Erhöhung der Wertschwankungsreserven ergibt sich ein Jahresgewinn von CHF 871'000.

Abschlüsse Simbabwe
Die lokale Organisation Ruedi Lüthy Foundation Zimbabwe stellt den reibungslosen Betrieb der Newlands Clinic sicher, und die Ruedi Lüthy Foundation stellt die dafür benötigten Mittel zur Verfügung. Die Abschlüsse der Ruedi Lüthy Foundation Zimbabwe, des Ausbildungszentrums und des Zentrums für Frauengesundheit wurden von der Revisionsgesellschaft Grant Thornton in Harare geprüft und in der vorliegenden Rechnung konsolidiert.

Organisation und Entschädigungen
Die Mitglieder des Stiftungsrates (siehe S. 15) erbringen ihre Leistungen ehrenamtlich und sind für vier Jahre gewählt. Eine wiederholte Wiederwahl ist zulässig. Sie sind für die strategische Führung der Stiftung und die Bewirtschaftung der Vermögenswerte verantwortlich. Lohn und Honorar der Geschäftsleitung und Stellvertretung beliefen sich auf rund CHF 175'000 inkl. Arbeitgeberbeiträge. Davon entfielen CHF 77'000 auf den Projektaufwand und CHF 98'000 auf den allgemeinen Aufwand.

Ausblick
Aufgrund der instabilen Situation in Simbabwe und der Pandemie ist die Kostenentwicklung für das Jahr 2021 erneut schwierig einzuschätzen. Das Team der Newlands Clinic setzt alles daran, den Betrieb in dieser schwierigen Situation aufrechtzuerhalten und den Patientinnen und Patienten Sicherheit zu geben, was eine hohe Flexibilität erfordert. Auf der Einnahmenseite vertrauen wir auf unsere treue Spendergemeinde.

Weitere spannende Themen finden Sie in unserem Jahresbericht 2020.