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Act against Aids

Junge Patientin spricht an Konferenz von Medicus Mundi Schweiz

Als Maximina Jokonya im Alter von 13 Jahren erfuhr, dass sie HIV-positiv ist, brach für sie eine Welt zusammen. Heute hilft die Patientin der Newlands Clinic Jugendlichen mit einer ähnlichen Geschichte. Anfang November kam sie auf Einladung des Verbands Medicus Mundi in die Schweiz, um über ihre Erfahrungen zu sprechen.

Foto: Medicus Mundi Schweiz

Maximina fordert die Teilnehmer der Konferenz auf, in die Knie zu gehen. «Nehmt ihre Perspektive ein, wenn ihr mit HIV-positiven Kindern und Jugendlichen spricht» lautet ihre Botschaft an die anwesenden Expertinnen und Experten von Organisationen, die sich im Bereich Gesundheit einsetzen. Die 25-jährige Simbabwerin, die selber HIV-positiv ist, beeindruckt durch ihre Energie und ihre offene Art, über ihr Schicksal zu sprechen. Als Teenager hat sie wegen Aids zuerst ihren Vater und ein paar Jahre später ihre Mutter verloren. Als sie selber im Jahr 2005 im Alter von 13 Jahren erstmals in die Newlands Clinic kam, war sie so krank, dass sie nicht mehr gehen konnte.

Schritt für Schritt zurück ins Leben

Mit Hilfe ihrer Krankenschwester, den Ärzten und unserer Partnerorganisation Africaid Zvandiri erholte sie sich von der Krankheit, lernte alles über HIV und ging nach einem mehrjährigen Unterbruch zurück zur Schule, um die Highschool abzuschliessen. Heute arbeitet sie für Africaid Zvandiri und unterstützt Kinder und Jugendliche in der Region Mutare, die ein ähnliches Schicksal haben. Sie erklärt ihnen was HIV bedeutet, ermutigt sie dazu, sich testen zu lassen und macht ihnen mit ihrer eigenen Geschichte Mut. Auch die Aufklärung in Schulen gehört zu ihren Aufgaben.

Nach der Konferenz hatte Maximina Jokonya auch in Basel Gelegenheit, eine Gymnasium-Klasse zu besuchen. «Die Schüler wissen sehr gut über das HI-Virus Bescheid. Allerdings sind auch heute noch nicht alle richtig informiert und denken zum Beispiel, man könne sich durch Spucke infizieren.» Maximina ist in ihrem Element, wenn sie mit Jugendlichen spricht. Es ist ihr aufgrund ihrer eigenen Geschichte sehr wichtig, etwas für Kinder und Jugendliche mit HIV und ganz besonders für Waisen tun zu können. «Ich wurde dank der Unterstützung, die ich bekommen habe, von der Begünstigten zur Beraterin.» Welchen Unterschied die richtige Behandlung und Betreuung machen kann, ist Maximina Jokonya sehr bewusst: «Wäre ich damals nicht in die Newlands Clinic gekommen, würde ich heute sehr wahrscheinlich nicht mehr leben.»

Murtenbieter_18-11-2016

Mehr über die Konferenz: Medicus Mundi Schweiz