Einblicke - Ruedi Lüthy Foundation

Act against Aids

Einblicke: Ruedi Lüthy

«Ruedi ist ein wenig verrückt»

Das Team der Newlands Clinic überraschte Ruedi Lüthy zu seinem 80. Geburtstag mit einem Film. Mitarbeitende und Weggefährt*innen erzählen Anekdoten aus dem Leben des Gründers der HIV-Klinik und sprechen über die Entwicklung der vergangenen Jahre.

Ruedi Lüthys Geburtstags-Video

Damit hatte er nicht gerechnet. Bekannte Gesichter auf der Leinwand, die längst vergangene Momente Revue passieren lassen. So überraschte sein Team ihn mit einem Geburtstags-Video. Die ehrlichen und direkten Aussagen der Interviewten haben Ruedi Lüthy tief berührt. Sehen Sie selbst.

Einblicke: Newlands Clinic

Die Newlands Clinic tanzt

Unser Team in Harare ist in den vergangenen Monaten über sich hinausgewachsen. Dank der Unterstützung aus der Schweiz konnte es trotz Covid-19 seine Arbeit fortsetzen – den Menschen Mut und Zuversicht spenden. Gemeinsam haben Sie nun getanzt für Hoffnung und Lebensfreude - vom Gärtner bis zur Ärztin.

Jerusalema Dance Challenge

Gemeinsam stellte sich unser Team in Harare der «Jerusalema Dance Challenge». Eine Choreografie, die rund um den Globus getanzt wird, um den Covid-19-Opfern Hoffnung zu schenken. Innert kürzester Zeit hat unser Team in Harare den Tanz erlernt und filmisch festgehalten. Mit Covid-19-konformem Abstand, dafür ohne Maske.

Einblicke: Joline

Frauen fördern, Perspektiven schaffen

Viele unserer HIV-positiven Patientinnen leben in äusserst schwierigen Verhältnissen. So auch Joline. Die Krankheit ihres Mannes und die Wirtschaftskrise rissen ihr den Boden unter den Füssen weg. Doch die dreifache Mutter und Pflegemutter gibt nicht auf. In unserem Frauenförderungsprogramm baut die HIV-positive Joline ihr eigenes Nähgeschäft auf. Begleiten sie die starke Frau auf ihrem Weg in die Selbständigkeit.

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1/6: Joline ist erwerbslos und lebt in grosser Armut. Sie wird im Frauenförderungsprogramm aufgenommen: «Dies ist meine Chance wieder auf eigenen Beinen zu stehen. Ich will für meine Familie und andere sorgen können.»

2/7: Im März 2020 erlernt Joline gemeinsam mit den anderen Teilnehmerinnen die Grundlagen der Unternehmensführung. «Ich weiss nun über die Lagerführung, das Budget und die Buchhaltung Bescheid. Dieses Wissen hilft mir ein erfolgreiches Geschäft auf die Beine zu stellen», sagt Joline nach dem Grundkurs in der Newlands Clinic.

3/7: Das Coronavirus verpasst Ende März 2020 dem Frauenförderungsprogramm einen Dämpfer. Doch unser Team ist während des Lockdowns ständig mit den Teilnehmerinnen in Kontakt. Unter Einhaltung der COVID-19 Betriebsrichtlinien konnten einige der Frauen ihre Projekte starten.

4/7: Joline erhält von der Newlands Clinic im September 2020 unter anderem eine Nähmaschine. «Endlich kann es losgehen. Meine Motivation ist gross, den Menschen Kleidung und andere schöne Dinge zu nähen», freut sich Joline und tritt aufs Nähmaschinenpedal.

5/7: Innerhalb von drei Tagen konnte Joline all ihre frisch genähten Produkte verkaufen. Mit dem Geld hat sie neuen Stoff erworben. «Ich will noch viel mehr Menschen einkleiden», sagt Joline freudig. An einem kleinen Stand verkauft sie ihre Produkte und wirbt mit einem Schild für neue Kundschaft.

6/7: Im Dezember haben sich alle Teilnehmerinnen in der Newlands Clinic eingefunden, um ein erstes Fazit zu ziehen. Die Erzählungen der Frauen sind überwältigend. «Mein Leben hat sich komplett verändert», sagt beispielsweise Joline «Ich sorge nun alleine für den Unterhalt meiner Familie. Ich bin eine Businessfrau.»

7/7: Noch bevor ihre Familie tief in die Armut gerutscht ist, hat sich Joline ein kleines Grundstück ausserhalb von Harare gekauft. Dort baut sie ein kleines Haus für sich und ihre Kinder. Mit ihrem neuen Einkommen konnte sie sich nun ein Dach leisten. «Mein grösster Wunsch ist ein eigenes Zuhause, das mir niemand mehr wegnehmen kann», sagt Joline.

Mit dem neuen Frauenförderungsprogramm greift die Newlands Clinic besonders verletzlichen Patientinnen unter die Arme. Sie unterstützt die Frauen dabei, eine kleine Geschäftstätigkeit aufzubauen. Sie leben in äusserst schwierigen Verhältnissen, sind erwerbslos, sehr arm und oftmals Opfer von Abhängigkeit und Gewalt in der Partnerschaft. Das Frauenförderungsprogramm hat zum Ziel, 16 HIV-Patientinnen eine neue Perspektive zu geben. Das Ziel: Hilfe zur Selbsthilfe.

Einblicke: Rumbidzai

Unterstützung für ein besseres Leben

Rumbidzai ist seit bald 15 Jahren Patientin in der Newlands Clinic. Selbst HIV-positiv, hat sie ihren Mann und drei ihrer fünf Kinder an Aids verloren. Die 54-jährige Mutter sorgt praktisch allein dafür, dass alle genug zu essen haben.

«Ich muss leben - wer kümmert sich sonst um meine Familie?»

Rumbi kämpft Tag für Tag um das Überleben ihrer Familie. Im Rahmen des Maisanbau-Programms der Newlands Clinic baut sie Mais an. Mit der Ernte kann sie ihre Familie selbständig ernähren. Im Video erzählt sie von ihrem grössten Traum - ihre Enkelin soll es später besser haben.

Der Morgen ist noch jung, der Nebel liegt zwischen den Hütten der Armensiedlung Hatcliffe. Rumbidzai bindet sich ihr grünes Tuch um den Kopf und weckt leise ihre Enkeltochter Shayleen. Zu Fuss begleitet sie Shayleen in die Schule – Tag für Tag zwei Kilometer hin und zwei zurück. Rumbidzai ist HIV-positiv und seit 15 Jahren Patientin in der Newlands Clinic. Aids hat ihr Leben verändert. Früher war sie Lehrerin und unterrichtete an der Schule. Heute bastelt sie aus Plastikabfall Schmuck und Taschen, um etwas dazu zu verdienen.

Einblicke: Magret und Rosaline

Schneidern für ein besseres Leben

Magret und Rosaline hatten früher gar nichts zu tun. Dann konnten sie dank dem Berufs­aus­bildungs­pro­gramm für junge HIV-Patienten der Newlands Clinic eine kleine Firma gründen. «Unlimited Fashions» schnei­dert Heim­textilien – und eröffnet den jungen Frauen ganz neue Pers­pekti­ven.

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1/4: Die jungen Patientinnen Magret (links) und Roseline haben am Berufsausbildungsprogramm teilgenommen und zusammen mit einem jungen Mann eine eigene Firma gegründet.

2/4: Die jungen Leute können sich keine Miete leisten. Die Firma ist deshalb vorerst im Wohnzimmer von Magrets Grossmutter untergebracht.

3/4: Die Nähmaschine wurde den jungen Patienten als Grundausstattung zur Verfügung gestellt. Nur die vielen Stromunterbrüche machen ihnen zu schaffen. Ein Solarpanel soll das Problem bald lösen.

4/4: «Unlimited Fashions» verkauft auf den nahen Märkten und auf Bestellung Bettwäsche, Kissenüberzüge und andere Heimtextilien..
(Fotos: Patrick Rohr)

Magret und Rosaline empfangen uns in Mbare, einem dicht besiedelten Quartier in Harare. Sie wollen uns ihre Firma „Unlimited Fashions“ vorstellen, die sie zusammen mit Enoch, einem jungen Mann, gegründet haben. Die drei sind Patienten der Newlands Clinic, doch nichts deutet äusserlich darauf hin, dass sie HIV-positiv und lebenslang auf eine Therapie angewiesen sind.

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Magret, Rosaline und Enoch haben am Berufs­aus­bildungs­programm teil­genommen, das jungen Patientinnen und Patienten helfen soll, auf eigenen Beinen zu stehen. Denn junge HIV-positive Menschen leiden nicht nur unter der Stig­matisierung, sondern haben wegen der desolaten wirtschaft­lichen Lage auch beruflich kaum eine Pers­pektive. «Vorher sassen wir den ganzen Tag einfach nur herum», erzählt Magret. Viele werden ange­sichts der schwierigen Situation depressiv; junge Frauen heiraten oft früh und werden Mütter, obwohl sie gar nicht für ihre Kinder sorgen können.

Der Traum vom eigenen Laden

Auch Magret und Rosaline haben beide bereits ein Kind. Sie haben aber zum Glück ein Umfeld, das sie unter­stützt – und mit «Unlimited Fashions» nun auch eine kleine Einkommensquelle. Der Wettbewerb ist hart, aber mit Unter­stütz­ung ihres Mentors bleiben die drei dran. Im Wohn­zimmer liegen Kissen­bezüge und Bett­wäsche bereit, um auf dem nahen Markt verkauft zu werden. Enoch ist unter­wegs, um Material einzukaufen, Magret näht an der Maschine und Rosaline bereitet den Stoff vor. Ihre kleinen Kinder schlafen nebenan.

«Wir möchten einen Laden eröffnen», erzählen uns die jungen Frauen. Es liegt noch viel Arbeit vor ihnen, aber sie haben die Chance, die sich ihnen geboten hat, offen­sichtlich gepackt.